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Vertikale Gärten

 

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Das Bundesverfassungsgericht sollte in den Botanischen Garten von Karlsruhe hinein ein Bürogebäude als Erweiterung erhalten. Der Neubau musste sowohl mit der Inanspruchnahme von Flächen des Botanischen Gartens, als auch mit dem vom Architekten Professor Paul Baumgarten 1962-1969 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden fünf Pavillonbauten behutsam umgeben. Der ausgewogenen Komposition von fünf im Garten schwebenden, quadratischen Bestandsgebäuden wird ein bescheidener, das Gleichgewicht ergänzender, kompakter 3-geschossiger Baukörper hinzugefügt. Zum Botanischen Garten orientiert sich das Gebäude mit einer strukturalistischen, sich thematisch auf den Botanischen Garten beziehenden Stahlstruktur, der Altbauseite ist eine flächige Bürofassade gegenübergestellt. Die Stahlstruktur greift das Motiv der Gewächshausarchitektur des 19. Jahrhunderts auf und korrespondiert insbesondere mit der Orangerie auf der gegenüberliegenden Seite.

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Das kleine Gebäude ist durch wenige, dezente und zurückhaltende Materialien geprägt. Schaustück im Innenraum ist die Stahlholztreppe. Eine massive Stahlwange verläuft wie ein gefaltetes Band durch die Geschosse und bildet einen Kontrast zu den filigranen Stufen. Die Büroräume sind einheitlich gestaltet und in 3 Möblierungs- und Raumzonen gegliedert, Raumgeometrie, Akustikdeckensegel, Beleuchtung, Einbauschränke und Regale bilden eine formale Einheit.

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Die Architektur sucht die Spannung im Kontrast der rationalen, geometrisch kantigen Architekturform zur Natur und zu den Pflanzen. Der Baukörper soll über die Fassadenmaterialien und Pflanzen einen haptischen Reichtum erhalten, wie eine „Schmucktruhe“ wirken, eine materielle Wärme ausstrahlen und alle menschlichen Sinne anregen, zum Beispiel nach Pflanzen duften. Die Farben und Materialien der Fassaden setzen sich bewusst vom Altbau ab. Den porösen Materialien des Altbaus sind die glatten, das Licht reflektierende Materialien Glas, Stahl, beschichtetes Aluminium und brüniertes Messing entgegengesetzt. Durch die glatten Oberflächen wirkt das Gebäude leicht und immateriell. Es verändert seine Wirkung je nach einfallendem Licht und Schatten und kommuniziert dadurch stark mit seiner Umwelt.
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Projekttitel: Erw. Bundesverf. Gericht
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
Schrölkamp Architektur
aus: Berlin
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