Eingang-Invalidenstr-Detail

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                      Zweierlei

Blick-in Park

Die Aufgabe, sowohl einen Gedenkort,
als auch einen nutzbaren Park für die
Bevölkerung zu schaffen, ist beispielgebend
umgesetzt worden.

Der dramaturgische Einsatz
minimalistisch-skulpturaler Gestaltungsprinzipien
verankert die baulichen Relikte wieder dauerhaft.

Eingang-Invalidenstr
Skulptur-Spazierhofzelle

 

Vor 150 Jahren wurde das Gefängnis als
Ergebnis einer Gefängnisreform
als sternförmiger, panoptischer
Ziegelbau errichtet.


Übriggeblieben sind die 5m hohen
Gefängnismauern, die nun, wie zwei
angewinkelte Arme den großen
freien Innenraum nach außen hin schützen.

 

Der Besucher kann den Park durch drei
unterschiedlich gestaltete Eingänge betreten.

3
2
1
4
Der ehemalige zentrale Überwachungsbereich des Gefängnisses, von dem aus alle Zellenflügel gleichzeitig überwacht werden konnten, ist als ein kreisförmiger Platz mit einem mittig angeordneten, rahmenförmigen Würfel aus Beton gestaltet, dem Panoptikum. Daran schließt sich ein mit Blutbuchen bepflanzter Platz an, der die Lage des früheren Verwaltungsgebäudes verdeutlicht.
Parkmauer-mit-Hauptbahnhof
Panoptikum

Die drei bis 1910 genutzten kreisförmigen Spazierhöfe, in denen auch beim Hofgang jegliche Kommunikation unter den Gefangenen unterbunden war, werden auf unterschiedliche Weise nachempfunden und in ihrer Größe und Absurdität erlebbar gemacht .

 

Mauer-mit-Auszug-Moabiter-Sonette
Mauer-und-Weg

 

Beim Betreten des Parks fallen
zwei unterschiedliche Bereiche
auf:
die großzügige freie Rasenfläche,
in der die ehemaligen
Gefängnisgebäude abgebildet sind
und der im Laufe der Zeit dicht
bewachsene, westliche Teil,
der den Park zur angrenzenden
Wohnbebauung hin abschirmt.

Das verwendete Material stammt
zum großen Teil aus der fast
sechzigjährigen Geschichte des
Geländes als Lagerplatz
des Tiefbauamtes.

Mauer-mit-Stangen
Mauer-und-Weg
Beim Bau der Spielbereiche wurden unter Leitung des im Umfeld tätigen Vereins Moabiter Ratschlag Kinder- und Jugendliche aus der Umgebung beteiligt. Dabei wurden mit Hilfe von Künstlern Spiel- und Lernobjekte geschaffen, die Bezug zur Geschichte des Ortes haben.Der Park wurde im Oktober 2006 eröffnet. Er ist nachts verschlossen.
Park-mit-Hauptbahnhof
Blick-aus-Skulptur-Gefaengniszelle-auf-Spazierhof
Projekttitel: Gedenkpark
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
Glaßer und Dagenbach
aus: Berlin
Diesem Projekt sind redaktionell folgende Stichworte zugeordnet:
Gärten - Landschaften
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