Mondschein in Mitte

In der immer schriller werdenden Ladenszene in der Neuen Schönhauser Strasse in Berlin Mitte präsentiert sich der Frisörsalon „Ayfer“ angenehm unprätentiös. Hinter dem Einfachen schimmert das Poetische: der Name „Ayfer“ heisst im Türkischen „Mondschein“, die Namensgeberin ist die Besitzerin.
Behutsam wurde mit den schwierigen, kleinteiligen Räumlichkeiten und der Geschäftigkeit eines Frisörbetriebs umgegangen. Die helle Farbgebung und die klare Formensprache antworten auf die heterogene, tageslichtarme Raumstruktur. Das Spiel mit Licht schafft die sinnliche Atmosphäre für die Begegnung zwischen dem Kunden und Stylisten.
Die Wände und Decken sind in Weißtönen gehalten. An nach innen gestülpte Krater erinnern die Leuchten, deren weicher Lichtverlauf die Assoziation von Mondschein erweckt. Lautsprecher, Taster etc. sind in derselben Formensprache gehalten. Die hinterleuchteten Spiegel, nehmen die gesamte Wandbreite ein und verleihen dadurch den Räumen Grosszügigkeit.
Die drei Bodenniveaus setzen sich durch fein abgestufte Beigetöne des Linoleumbelages voneinander ab, die Zwischenstufen treten als Trennschichten aus Sichtbeton hervor. Das Bild der zu Boden gefallenen Haare ist hier kein Makel, sondern ein Markenzeichen, das auch die Visitenkarte ziert.
Das Mobiliar ist in Form von schwebenden Kästen, die cremeweiss lackiert wurden, konzipiert und verleiht dem Gesamteindruck zusätzlich Leichtigkeit.
Projekttitel: Ayfer-Mondschein in Mitte
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
David Meyer Architektur und Design
aus: Berlin
Fotonachweis:
Anke Böhning, Ralf Weißheimer, Suzanna Lauterbach
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