Das Bürogebäude sollte rasch errichtet werden, mit seinen Licht- und Raumqualitäten ein angenehmes arbeiten ermöglichen sowie die Kreativität der Mitarbeiter im Atelier unterstützen. Es wurde daher ein Holzbau gewählt, der auf einer Betonplatte in Passivhausbauweise errichtet und energetisch optimiert ist.
Das Gebäude wurde als Passivhaus ausgeführt. Der erforderliche Wärmebedarf wird durch eine kontrollierte Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Wärmetauscher und integrierter elektrischer Zusatzheizung abgedeckt. Über einen Erdkollektor wird die über Erdreich vorgewärmte (Winter) oder vorgekühlte (Sommer) Luftmenge angesaugt. Nächtliche Luftspülung und entsprechende Abschattungen des Sonnenlichtes gegen Übererwärmung und geschlossene Fenster vorausgesetzt, wird eine Raumtemperatur ohne Zusatzkühlung in der Hitzeperiode um maximal 26°-28°C erreicht.
Nächtliche Luftspülung und entsprechende Abschattungen des Sonnenlichtes gegen Übererwärmung und geschlossene Fenster vorausgesetzt, wird eine Raumtemperatur ohne Zusatzkühlung in der Hitzeperiode um maximal 26°-28°C erreicht. Als zusätzlicher Massenspeicher zum Fußboden wurden die innenliegenden Zwischenwände massiv in Ziegel verputzt hergestellt.
Durch eine Ressourcen schonende 5,2 kWp leistende Fotovoltaikanlage auf der Dachfläche wird elektrische Energie für den Büroverbrauch und die elektrische Zusatzheizung gewonnen. Die Anlage besteht aus 120 m2 großen Streifen mit amorphen Silliciumzellen die in die Dachfolie eingeschweißt sind. Diese Folie dient gleichzeitig als Dachhaut.
Die Fassadentafeln umhüllen den Gebäudekörper, und werden über den „Stiegenhof“ ins Rauminnere geführt um die lebendige Farbigkeit der Hülle auch im Inneren zu erleben. Alle beweglichen Möbelteile sind aus Holz bzw. Holzwerkstoffen, klappen oder schieben sich in verschiedene Positionen. Die Raumwölbung der Bibliothek wird mit Birkensperrholz akzentuiert und kontrastiert damit die weißen Wände, die eine gewünschte ruhige Fläche zur Präsentation von Zeichnungen bilden. Der durchgehend verwendete Fußboden aus gegossenem Steinharz auf Estrich dient gemeinsam mit den nur über Türhöhe ragenden Trennwänden aus verputztem Mauerziegel als Massenspeicher gegen sommerliche Überhitzung. Die farbliche Nuancierungen zeigen Lebendigkeit und Materialität, erzeugen eine einheitliche Atmosphäre und Durchgängigkeit. Glastüren, Glaswände und Möbel sind raumtrennende oder verbindende Bauteile, farblich zurücktretend in grau oder schwarz gehalten.
Projekttitel: Büroloft Jägerberg
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
Proyer & Proyer Architekten OG
aus: Steyr
Fotonachweis:
Proyer Architekten
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