Oberstufenschulhaus-Erweiterung, Niederglatt ZH, Schweiz 2007

Städtebaulich wird die Hofsituation der Schulanlage weiter verstärkt.
Die GFK-Fassade hat im Gegensatz zum groben Verputz eine Struktur im Material selbst, beide Materialien reagieren sehr stark auf die Lichtverhältnisse.
Man fängt die 7. Klasse im EG an und beendet die Schule in der 9. Klasse im 2.OG. Dieser „Aufstieg“ wird durch die mäanderartig gestaltete Klassenzimmerfassade symbolisiert. Bei den Schiebefenstern ist der festverglaste Teil rahmenlos, der zusätzlich aufgesetzte äussere Rahmen des Schiebers ist fest und übernimmt im offenen Zustand einerseits die Absturzsicherung, andererseits bewirkt er dass man im offenen Zustand meint, das Fenster sei geschlossen und umgekehrt.
Stockwerkübergreifend wurden Betonschotten mit OSB-Schalungsplatten gegossen um eine strukturelle und texturale Verbindung zu den OSB-Leichtbautrennwandelementen der Gruppenräume zu erreichen.
Farbe dient hier als optisches Verbindungsglied zweier unterschiedlicher Baustoffe. Durch die Spezialbeschichtung wirkt die Oberfläche monolithisch - natürlich und vermittelt nicht den Eindruck einer „angestrichenen“ Oberfläche.
Das Auge, der Tastsinn und das Gehör werden getäuscht: Bei der Berührung der Wand könnten die Unterschiede nicht grösser sein.
Projekttitel: Erweiterung Oberstufenschulhaus Eichi
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
L3P Architekten AG FH SIA, Martin Reusser, Markus Müller, Boris Egli
aus: Regensberg
Fotonachweis:
Fotograf Vito Stallone
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