Das Gebäude der neuen Stadthalle ist als Solitär aus einer freien Form entwickelt. Das schwierige Baugrundstück und die heterogene Struktur der umgebenden Bebauung haben uns dazu bewogen, einen Stadtbaustein zu entwickeln, der auf die vielfältigen neuen Anforderungen des Ortes reagiert.
Dem bestimmenden Entwurfsgedanken der „Steinfaltung“ wird an zahlreichen Stellen des Gebäudes Rechnung getragen, indem diesem Thema die notwendige Kraft und Eigenständigkeit gegeben wurde. Die neue außenräumliche Qualität setzt, in Verbindung mit der Aufwertung des Uferbereichs der Fils, einen deutlichen städtebaulichen Akzent, der die Idee des Hauses auch im Außenbereich fortsetzt.
Naturstein, Sichtbeton, Glas und Holz sind die vorwiegend verwendeten Materialien im Gebäude. Bei deren Auswahl wurde sehr großer Wert auf ein ganzheitliches Konzept gelegt, das sowohl im Außen- als auch im Innenbereich seine thematische Fortführung findet. Die Stärke des Gebäudes liegt hier vor allem in der Beschränkung auf wenige Materialien und der vorwiegenden Verwendung von Eigenfarben. Im Inneren des Gebäudes überwiegen die Materialien Sichtbeton und Holz. Der spannungsvolle Kontrast unterstreicht den Ansatz, die Materialien durch ihre Eigenfarben wirken zu lassen. Dunkles Eicheparkett und hochwertiges Kirschbaumfurnier für die Wand- und Deckenverkleidungen sind die überwiegend eingesetzten Materialien in den Sälen. Für die speziellen Anforderungen des Saals wurden die Wand- und Deckenoberflächen, durch eine feine Schlitzung, schallakustisch optimiert.
Der große Saal kann mittels einer beweglichen Trennwand in zwei kleinere Einheiten für unterschiedlichste Anforderungen und Nutzungen abgetrennt werden. Durch eine optimale Höhenstaffelung werden gute Sichtbeziehungen zur Bühne ermöglicht und verschiedene Nutzungen wie Ausstellungen, Tanzveranstaltungen, Diavorträge etc. möglich.
Projekttitel: Stadthalle Eislingen/Fils
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
K+H Architekten
aus: Stuttgart
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