Die großzügigen, offenen Grundrisse sind den Bedürfnissen der Bewohner entsprechend gestaltet. So entsteht eine Architektur von innen heraus, die sich aus ihrer Funktion begründet und auf die Besonderheiten des Grundstücks reagiert. Neben einem sehr hohem energetischen Standart wurde bei der Wahl der Baumaterialien insbesondere auf geringen Primärenergiebedarf, Recyclebarkeit und ökologische Aspekte geachtet.
Weiße Lehmputzwände und geölte Eichendielen verleihen dem Haus ein besonderes Ambiente. Eine kontrollierte Be- und Entlüftung sowie ein Bussystem, welches eine zentrale Steuerung der gesamten Haustechnik ermöglicht, sorgen für einen hohen Wohnkomfort.
Der Bau setzt sich bewusst von der eher biederen Architektur der Umgebung ab. Die verschachtelte, kubistische Formensprache verleiht dem Wunsch der Bauherren Ausdruck, ein Haus zu bauen, welches in Bezug auf seine Bauweise, Haustechnik und der Nutzung regenerativer Energien zukunftweisend ist.

Der Entwurf berücksichtigt das fortgeschrittene Alter der Bauherren. So wurde dem Wunsch Rechnung getragen das Gebäude auf nur einer Ebene bewohnbar zu machen. Alle wesentlichen Funktionen (wie Kochen, Essen und Wohnen, Bad und Schlafen) sind im Erdeschoss angeordnet. Im Obergeschoss befindenden sich Arbeits- und Gästezimmer, ein Gästebad, ein Balkon und die geräumige Dachterrasse. Teile des OG können später abgetrennt und mit einer separaten Außentreppe erschlossen werden.

Wohn-, Eß- und Kochbereich sind als fließende Räume konzipiert, die jedoch räumlich differenzieren und Rückzugsbereiche schaffen. Der offene, zweigeschossige Treppenraum mit Galerie wurde mittig angeordnet und lässt Tageslicht tief ins Innere des Gebäudes vordringen.
Projekttitel: Passivhaus
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
Johannes Walther Architekt
aus: Hamburg
Fotonachweis:
Wolfgang Zlodej, Johannes Walther
...weitere Informationen zum Objekt und Architekturbüro