Die Aufgabe
Das Ziel war es, ein Café mit ganz besonderem Ambiente zu gestalten, in dem sich die Gäste wohl fühlen können. Angestrebt war eine Symbiose aus Material, Musik, Licht, Feuer und Wasser. Gleichzeitig sollte der hohe Qualitätsanspruch an den Kaffee mit der Maßgabe verbunden werden, durch ein Selbstbedienungskonzept möglichst kurze Wartezeiten zu erreichen. Durch die Materialwahl von massiver Eiche kombiniert mit schwarz gezundertem Stahl, ergänzt durch einen Bodenbelag aus Jura-Marmor, wurde eine besondere Atmosphäre erreicht.

Eine weitere Aufgabenstellung bestand darin, in den beengten Räumlichkeiten des denkmalgeschützten Gebäudes möglichst viele Sitzplätze unterzubringen. Dies wurde durch besondere Sitzmöbel erreicht. An den Flanken des Innenraumes wurden treppenförmige Sitzanlagen eingebaut, die ein kommunikatives Miteinander ebenso ermöglichen, wie ein introvertiertes Zu-Zweit-Sein.

Das Licht
Für Unterschiedliche Nutzungen wie Cafe und Kleinkunstveranstaltungen wurde eine möglichst flexible Belichtung und Bestuhlung gefordert Das Licht setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Zum Einen wurde eine indirekte Beleuchtung als Grundbeleuchtung installiert, die in der Decke in Lichtgräben untergebracht ist. Zum Zweiten wurde eine Beleuchtung angebracht, die aus der Theaterwelt entlehnt wurde. Hierfür wurde eine Grundkonstruktion an der gesamten Decke fest montiert, an welche die entsprechenden Theaterstrahler zu den jeweiligen Veranstaltungen befestigt werden können. In den Untergeschoßräumen wurde weitestgehend auf klassische Beleuchtungskörper verzichtet, dort werden die Räume durch die mit Milchglas verkleideten Spülkästen bzw. das hinterleuchtete Wasserfallurinal belichtet.
Die Möbel
Da das Café- / Ladenkonzept so gestaltet ist, dass sämtliche Möbel im Café auch verkauft werden, wurde die feste Möblierung auf wenige große Elemente beschränkt. Dies sind die Sitzstufen an zwei Seiten des Cafés, ein 4,50 m langer Tisch mit entsprechender Bank aus Eiche, sowie ein Window-Board. Sämtliche bewegliche Möbel können gekauft werden, daher ist die Möblierung stetigem Wandel unterworfen.

Die Organisation
Die Organisationsabläufe wurden in den bestehenden Räumen so weit als möglich optimiert. Die direkt hinter der Theke angegliederte Küche mit Durchreiche gewährleistet eine optimale Versorgung des Tresenbereichs mit Speisen sowie Geschirr. Die unter dem Tresenbereich angeordneten Wärmeschränke sind ebenfalls nach dem Prinzip der Durchreiche konzipiert, damit der Arbeitsablauf reibungslos vonstatten gehen kann. Durch klare Anordnung der Funktionen können sich die Gäste schnell orientieren. Dadurch werden die Wartezeiten von Kasse über Essensausgabe bis hin zur Kaffeeausgabe auf ein Minimum reduziert.

Architekt Andreas Spaett
Projekttitel: Das Voglhaus
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
Spaett Architekten
aus: Konstanz
Fotonachweis:
Falk von Traubenberg
...weitere Informationen zum Objekt und Architekturbüro